Thailand Doi Chang - Direct Trade

 

 

Region: Chang Rai - Doi Chang

Varietät: Arabica- Yellow Catuai + Catimor

Anbauhöhe: 1300-2000m

Erntezeit: mitte November bis ca. mitte März

Boden:

Aufbereitung: gewaschen-sonnengetrocknet

Qualität: 16-18

 

Um die Hügel des Doi Chang Gebirges in der Provinz Chiang Rai, in dem hauptsächlich Akha Hilltribes ihre Heimat gefunden haben, sind mehrere kleine bis mittelgroße Dörfer angesiedelt.

Unsere Kooperative umfasst einen Zusammenschluss von 65 Kaffebauernfamilien und einer Familie, welche die Kooperative leitet, sich von den Ernten bis hin zum Verkauf der Bohnen um alles kümmert und zugleich in erster Linie unser Ansprechpartner ist.

Aufgrund dessen, dass die einzelnen Kaffeebauern mittelgroße Plantagen besitzen (ca. 2 Hektar mit bis zu 4.000 kg Rohbohnen je Saison je Familie) können wir von dieser Kooperative die größten Mengen an Rohkaffee von all unseren Partner beziehen. Bewusst wählen wir keine größeren Kooperativen aus, da wir der Meinung sind, dass mit dieser Größe die beste Qualität, faire Bezahlung für alle Mitarbeiter, offener und freundschaftlicher Umgang mit allen Beteiligten noch gut überschaubar und umsetzbar ist.

 

Einen kleinen Teil der Ernte macht die sogenannte „Peaberry“ Bohne aus, welchen oft nachgesagt wird, dass man mit diesen Bohnen einen besonderen Geschmack in die

Tassen zaubern kann. Nicht wie üblich zwei Bohnen befinden sich in einer Kaffeekirsche, sondern in dem Fall nur eine ovale, rundliche Bohne, welche in der Gesamternte ca. 5% des Ertrages ausmachen und speziell von Hand aussortiert werden.

 

Neben dem Pflücken per Hand von nur reifen Kaffeekirschen und der späteren finalen Handsortierung kommen hier auch bereits „fortgeschrittenere“ Hilfsmittel wie gefließte Fermentierbecken, Schwemmkanäle, Maschine zur Größen,- und Farbsortierung der Bohnen, sowie speziell gestaltete Lagerhallen zum Einsatz.

Eine Besonderheit ist auch, dass die Kooperative ihr eigenes Qualitätssystem, welches 48 Schritte umfasst, definiert hat, was für jeden Mitarbeiter die tägliche Denkweise darstellt. Dies geht bei der Kultivierung der Sträucher los, geht über die Art zu ernten, die Aufbereitung mit hohen Sauberkeitsstandards, der Bohnentrocknung, bis hin zur Sortierung und Lagerung und Umsetzung von Maßnahmen für kommende Ernten.

 

Wie bei allen unseren Produzenten wurden auch in dem Dorf und deren Bergehänge in der Vergangenheit keine riesigen Kaffeeplantagen angelegt, sondern bestehendes Forstsystem sinnvoll genutzt und eine Einheit von verschiedensten schattenspenden Bäumen zusammen mit den Kaffeesträuchern gebildet. Bereits gerodetes Land wurde meist mit Obstbäumen wieder aufgeforstet und später der Kaffee dazu integriert. Neben all den angesprochenen Aspekten sind auch die relativ hohe Lage der Berghänge (Großteil von 1.500m – 1.700m) und das milde Klima mit geringen Temperaturschwankungen ein Eckpfeiler für die hohe Qualität dieses Kaffees.

 

Seit nunmehr ca. 15 Jahren ist diese Kooperative eine geschlossene Einheit, bei der jeder Einzelne mit vollstem Einsatz und Leidenschaft bei der Sache ist und ein Rädchen ins andere greift, was man letztendlich am Geschmack des Kaffees merkt, welcher auch direkt vor Ort gekostet werden kann, denn den finalen Schritt, einen kleinen Teil der eigenen Rohbohnen selbst zu rösten, lokal an den Mann zu bringen und natürlich selbst zu genießen wurde vor geraumer Zeit ebenso verwirklicht.

 

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